Anton Christian Glatz


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Leseprobe

Bücher > Tarot - Ich ging den Weg des Narren

Einleitung




Warum nehmen Sie diese Abhandlung zur Hand? Geht es „nur“ um einen einführenden Blick oder beabsichtigen Sie die Kunst des Tarotlegens zu erlernen? Ich weiß es freilich nicht. Unabhängig davon heiße ich Sie willkommen und bin stolz darauf, Ihr Führer im magischen Universum des Tarots sein zu dürfen. Wir werden uns gemeinsam in eine höchst merkwürdige und faszinierende Welt begeben.

Ein Blick in die gängige Tarotliteratur zeigt, dass jedes Tarotbuch mehr oder weniger als Lehrbuch gestaltet ist. In der Tat erschließen sich die wirklichen Geheimnisse der Tarotkarten nur dem, der sich eines Tages dazu durchringt das, was er gelesen hat, in irgendeiner Weise praktisch umzusetzen. So hoffe ich, ich kann Ihnen Appetit machen, einmal die Karten in die Hand zu nehmen und „es“ auszuprobieren.
Dennoch ist dieses Buch weit davon entfernt, ein Lehrbuch im üblichen Sinne zu sein. Ich höre schon Ihre Frage: Warum? Sicher kann und soll man die wenigen empirisch gesicherten Fakten allgemein verständlich vermitteln. Aber die entscheidende Dimension, das, was eben den Tarot zum Tarot macht ...? Dafür gibt es entschieden mehr vage Hinweise und Beispiele, wie es anderen ergangen ist, als unerschütterliche Wahrheiten, an denen wir uns festhalten könnten.
Wie gut ist mir doch meine eigene Anfangszeit mit dem Tarot erinnerlich! Ich begann Ende der 70er-Jahre mit 2 oder 3 Büchern, in denen jeweils ein grundlegend anderer Tarot mehr oder weniger ausführlich behandelt wurde. Jedes der Werke war mir wegweisend, von jedem Autor profitierte ich auf unschätzbare Weise. Aber ich konnte mich nicht für eine Seite entscheiden. Verständlich, dass ich mich fragte, wohin mich mein eigener Weg führen würde.
Konsequenterweise gelangte ich bald zur Erkenntnis, dass wohl jeder Autor von seinem individuellen Standpunkt aus auf dem richtigen Weg sein mag, aber es ist eben „nur“ sein Tarot (und nicht meiner). Letzten Endes akzeptierte ich keine der verschiedenen Betrachtungsweisen für mich als verbindlich. Vielmehr stellte sich mir frühzeitig die Aufgabe, durch den Wust der verschiedensten Auffassungen zu meinem eigenen, persönlichen Tarot zu gelangen.
In dieser Abhandlung möchte ich Ihnen die Möglichkeit bieten, Ihre ganz persönliche, einzigartige Linie zu finden, im Reiche dessen, was sich über den Tarot alles erforschen, erfahren und erkennen lässt. Wenn der Tarot tatsächlich ein Tor zum Universum ist, dann wird sich dieses jedem Menschen auf seine ganz einmalige, unwiederbringliche Weise öffnen.
Abgesehen davon wäre es an sich kein Problem ein Buch zu schreiben, in dem die persönlichen Meinungen und subjektiven Erfahrungen des Autors als das Non plus ultra hingestellt werden. So ist es auch im Großen und Ganzen in der einschlägigen Literatur üblich. In diesem Falle gäbe es jedoch keinen Freiraum für die eigenen Interpretationen, Erfahrungen und Erkenntnisse des Lesers. Das wäre ein Mangel, den ich unbedingt vermeiden wollte. Sie, lieber Leser, sollen vielmehr die Informationen dieses Buches als Rüstzeug verstehen, mit dem Sie Ihre eigene Praxis kultivieren können. Kurz, ich habe selbst das Buch geschrieben, das ich mir in meiner Anfängerzeit gewünscht hätte.
Aus diesem Grunde zitiere ich andere Autoren, obwohl der Blick über den Rand des eigenen Erfahrungshorizontes ebenfalls eine absolute Ausnahmeerscheinung in der Fachliteratur ist. Leider, wie ich ausdrücklich betonen möchte. Sie sollen einen möglichst umfassenden Überblick über die Welt des Tarots erhalten.
In meinem Bemühen, Ihnen zu Ihrem eigenen Weg zu verhelfen, habe ich Möglichkeiten geschaffen, Ihre eigenen Erkenntnisse bzw. persönlichen Informationen zu notieren. Ich meine das wörtlich: Schreiben Sie ruhig in dieses Buch hinein, Platz und Gelegenheit dafür gibt es! In diesem Sinne wollen Sie bitte das Buch auch als Workshop verstehen.
Wie schön wäre es, hielten Sie mit diesem Buch Ihr künftiges Vademecum durch die Welt des Tarots in Händen. Ihre persönliche Tarot-Schatztruhe! Tief in uns steckt der Narr und geht seiner Wege.
Wie schon erwähnt können Sie das vorliegende Buch natürlich genauso lesen, um sich über den Tarot lediglich ein wenig zu informieren. In diesem Falle erübrigen sich natürlich alle Ermunterungen, sich mit praktischen Übungen zu befassen. Sollten Sie jedoch, wie ich hoffe, daran interessiert sein, sich den Tarot durch die Praxis zu erarbeiten, empfiehlt es sich, streng systematisch vorzugehen.
Als alter Freund systematischen Arbeitens mache ich Ihnen folgenden Vorschlag: Suchen Sie sich einen Wochentag aus. An diesem nehmen Sie einige Teile dieser Abhandlung durch, wie viele, lässt sich im Voraus kaum festlegen. Verlassen Sie sich ruhig darauf, dass Sie es merken, wenn Sie „genug haben“. Genau eine Woche später gehen Sie dann an die nächsten Abschnitte. Sollten Gründe gegen diesen Vorschlag sprechen, dann entwickeln Sie einfach eine Alternative. Wichtig sind Konsequenz und Regelmäßigkeit.
Ich halte dies für die beste Methode, Ihnen das, was man durch Worte vermitteln kann, näher zu bringen, ohne die gesunde Wechselwirkung zwischen Bücherwissen und eigenen Erfahrungen bzw. Erkenntnissen zu unterbinden. Sich mit dem Tarot einzulassen ist grundsätzlich etwas anderes, als für eine Prüfung in Rechtsgeschichte zu büffeln.
Nun ein Wort zu den Voraussetzungen, die ein angehender Tarotleger mitbringen sollte. Je medialer und intuitiver ein Mensch ist, desto leichter wird er sich natürlich mit den Karten tun. Allerdings entwickeln sich diese Fähigkeiten alleine schon durch die praktische Beschäftigung mit dem Tarot. Ob Sie sich im Augenblick für medial genug halten oder nicht, ist daher nicht annähernd so von Bedeutung, als es für den Außenstehenden erscheinen mag. Die wichtigste Voraussetzung, sich erfolgreich mit dem Tarot zu beschäftigen, ist die Bereitschaft zu lernen und an sich zu arbeiten. Der Tarot kann Ihr Leben verändern! Und wenn Sie Erfolg haben, wird er das ohne jeden Zweifel.
Eine typische Abhandlung über den Tarot beschränkt sich im Allgemeinen auf eine mehr oder weniger lauwarme Einführung. Wir werden auf den kommenden Seiten auf alle Fälle über dieses Niveau hinausgehen, obwohl die beste schriftliche Unterlage in keiner Weise das eigene Experimentieren und Forschen ersetzen kann. Ein seriöser Autor will das gar nicht.
Letzten Endes ist und bleibt der Tarot in außergewöhnlichem Maße individuell. Ich denke, ich habe das hinreichend dargelegt. Der Narr geht seinen Weg selbst zu Ende.
Zum Abschluss noch zwei Bemerkungen. Obwohl ich immer vom „Tarotleger“, oder dem „Befrager“ usw. rede, also stets männliche Bezeichnungen gebrauche, wende ich mich natürlich genauso an die weibliche Leserschaft. Nur ist es sehr umständlich und klingt holprig, stets die männliche und die weibliche Form (z. B. „der (die) Befrager(in)“) anzuführen. Also habe ich mich zu dieser Vorgangsweise durchgerungen. Die Damen sollen das bitte nicht als Diskriminierung missverstehen.
Weiters ist es mir ein Anliegen darauf hinzuweisen, dass die meisten Tabellen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sie sind also nicht taxativ, sondern nur demonstrativ. Das liegt in der Natur der Sache.
Genug der Präliminarien, lassen Sie mich das Tor zum Reich des Tarots öffnen. Seien Sie herzlich eingeladen, mir zu folgen ...



Persönliche Notizen (Zutreffendes bitte ankreuzen):

O Ich freue mich darauf, die Welt der Tarotbilder kennenzulernen, weil


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O Mir ist die Lust vergangen, mich mit dem Tarot zu beschäftigen und werfe dieses Buch zum Altpapier, weil


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